So verwendest Du den Konjunktiv in Deiner Masterarbeit
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Den Konjunktiv 1 und 2 bezeichnet man auch als Möglichkeitsform. In wissenschaftlichen Arbeiten wie der Masterarbeit verwendet man ihn, um etwa indirekte Zitate zu kennzeichnen. Du möchtest mehr erfahren? Kein Problem, denn wir erklären Dir, wie Du diesen Modus bildest und wann er zum Einsatz kommt. Du hättest gerne noch mehr Unterstützung? Dann lass Deine Masterarbeit korrekturlesen, bevor Du sie abgibst!
- Allgemeines zum Konjunktiv
- Wann benutzt man die Möglichkeitsform in der Masterarbeit?
- So kannst Du den Konjunktiv 1 bilden
- Die Bildung des Konjunktiv 2
- FAQs zum Konjunktiv in der Masterarbeit
Allgemeines zum Konjunktiv
Der Konjunktiv ist einer der deutschen Konjugationsparameter. Die beiden Konjunktivformen (1 und 2) kommen zum Einsatz, wenn Du Möglichkeiten, indirekte Rede oder Hypothesen äußern möchtest. Die beiden Formen unterscheiden sich dabei vor allem in Bezug auf ihre Bildung und ihre Verwendung.
Wann benutzt man die Möglichkeitsform in der Masterarbeit?
Den Konjunktiv 1 nutzt Du in der Masterarbeit zum Beispiel für die indirekte Zitation. Durch ihn kannst Du also deutlich machen, wenn ein Gedanke nicht Dein eigener ist. Das ist ein wichtiges Mittel, wenn es um einen korrekten wissenschaftlichen Schreibstil geht. Ein Beispiel dafür ist:
„Wie es in dem Paper von XY heißt, sei … (vgl. Autor XY).“
Auch wenn Du alle fremden Ideen auf diese Weise gekennzeichnet hast, solltest Du vor der Abgabe dennoch eine Plagiatsprüfung durchführen lassen. Schließlich darf selbst bei einem indirekten Zitat nicht die korrekte Quellenangabe fehlen. Irreales, Hypothesen oder Wünsche drückst Du hingegen durch den Konjunktiv 2 aus. Auch hierzu haben wir ein Beispiel für Dich:
„Hätte das Experiment unter realen Bedingungen stattgefunden …“
So kannst Du den Konjunktiv 1 bilden
Doch wie gehst Du bei der Bildung des Konjunktiv 1 überhaupt vor, um ihn in Deiner Masterarbeit zu verwenden? Dieser Frage gehen wir nun auf den Grund! Die Möglichkeitsform beeinflusst Verben und ihre Endung. Für die Bildung der Gegenwartsform nimmst Du dabei den Präsensstamm des Verbs (z. B. sprech) als Grundlage. Die eigentliche Endung des Verbs (-e / -en) streichst Du dazu einfach. Anschließend fügst Du an den Präsensstamm die passende Konjunktivendung an:
- Für die 1. bis 3. Person Singular: -e, -est und -e
- In der 1. bis 3. Person Plural: -en, -et und -en
Beispiel:
„Man halt-e die Wasserknappheit für einen der entscheidenden Faktoren (vgl. Autor XY).“
Für diese Möglichkeitsform gibt es abgesehen von der Gegenwart auch noch Varianten für die Zukunft und die Vergangenheit. Für die Vergangenheit verwendet man bei der Bildung die Hilfsverben „sein“ und „haben“ sowie das Partizip 2 des Verbs. Die Zukunftsform besteht hingegen aus dem Hilfsverb „werden“ und dem Infinitiv des Vollverbs. Beispiele für beide Zeitformen siehst Du hier:
- Die Forscherin hab-e eine neue Schlangenart entdeckt.
- Die Forscherin sagt, sie werde nächstes Jahr für eine weitere Expedition nach Brasilien gehen.

Die Bildung des Konjunktiv 2
Um den Konjunktiv 2 in der Gegenwartsform zu bilden, nutzt Du den Verbstamm im Präteritum. Daran werden wieder die Endungen -e, -est, -e, -en, -et und -en gehängt. Die Falschbildung der Möglichkeitsform gehört zu den häufigsten Fehlern in Abschlussarbeiten. Daher schauen wir uns am besten ein Beispiel an:
- Er erwähnte, er wär-e lieber Professor der Physik.
Auch die zweite Möglichkeitsform kannst Du in der Vergangenheitsform und der Zukunft bilden. Für die Vergangenheit benötigst Du den Konjunktiv 2 der Hilfsverben „haben“ und „sein“ sowie das Partizip 2. Das Futur erhältst Du hingegen über das Hilfsverb „werden“ in der zweiten Möglichkeitsform, gefolgt vom Infinitiv des Vollverbs. Beides sieht dann so aus:
- Er erwähnte, er wär-e lieber Professor der Physik geworden.
- Er erwähnte, er würde lieber Professor der Physik werden.
Nun solltest Du einen Überblick darüber haben, wie man den Konjunktiv 1 bzw. 2 bildet und wie Du ihn in Deiner Masterarbeit anwendest. Lass Dich dabei nicht vom Futur verwirren! In Deiner wissenschaftlichen Arbeit wirst Du in der Regel nur auf die Gegenwarts- und die Vergangenheitsform zurückgreifen müssen. Neben der korrekten Grammatik kommt es übrigens ebenso auf die Formatierung an. Beachte daher genau, welche Vorgaben Deine Universität zu diesem Thema macht.
FAQs zum Konjunktiv in der Masterarbeit
Wann verwendet man den Konjunktiv in wissenschaftlichen Arbeiten?
Dies tust Du beispielsweise, wenn Du mithilfe indirekter Rede Ideen anderer Forscher:innen wiedergibst. Auch bei der Formulierung von Hypothesen kommt dieser Modus zum Einsatz.
In welcher Zeitform schreibt man eine Masterarbeit?
Man verwendet beim Verfassen von Abschlussarbeiten sowohl das Präsens und das Präteritum als auch das Perfekt. Hauptsächlich kommt jedoch die Gegenwartsform (Präsens) zum Einsatz.
Wie bildet man den Konjunktiv 1 und 2?
Die Gegenwartsform für den Konjunktiv 1 bildest Du, indem Du die Endung des Infinitivs streichst (z. B. lauf). Anschließend hängst Du die Endungen -e, -est, -e, -en, -et oder -en an. Die zweite Möglichkeitsform erhältst Du über den Verbstamm im Präteritum (z. B. lief) und die bereits bekannten Wortendungen -e, -est, -e, -en, -et oder -en. Übrigens: Wie es auch bei der Universität zu Köln heißt, verwendest Du den Konjunktiv 2 unter anderem, wenn der Konjunktiv 1 sich nicht eindeutig vom Indikativ unterscheidet.
Warum ist der Konjunktiv für die Masterarbeit wichtig?
Er ist etwa dann wichtig, wenn Du Quellen paraphrasieren möchtest. Denn für solche indirekten Zitate nutzt Du die erste Möglichkeitsform.
Was sind Beispiele für die Möglichkeitsform?
Ein Beispiel für die erste Möglichkeitsform in der Gegenwart ist: „Man vermut-e einen Zusammenhang mit der Verwendung von Pestiziden.“ In der zweiten Möglichkeitsform würde es hingegen heißen: „Man vermut-ete einen Zusammenhang mit der Verwendung von Pestiziden.“ Jedoch verwendet man im zweiten Fall eher die Konstruktion mit „würde“: „Man würde einen Zusammenhang mit der Verwendung von Pestiziden vermuten.“
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