Kommasetzung – 6 wichtige Kommaregeln
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Durch eine korrekte Kommasetzung kannst Du Deine Sätze strukturieren, Missverständnisse vermeiden und letztlich zur Lesbarkeit beitragen. Diese Aspekte sind auch für Deine Abschlussarbeit von zentraler Bedeutung, daher solltest Du die entscheidenden Kommaregeln unbedingt wiederholen. Wenn Du dennoch unsicher bist oder ebenfalls Deinen Schreibstil unter die Lupe nehmen lassen möchtest, eignet sich ein Lektorat der Masterarbeit.
- Das sind die wichtigsten Kommaregeln
- 1. Kommas bei Aufzählungen
- 2. Kommasetzung bei Nachträgen und Einschüben
- 3. Abgrenzung von Haupt- und Nebensätzen
- 4. Kommasetzung bei Infinitivgruppen
- 5. Hervorhebungen und ihre Kommaregeln
- 6. Kommas bei Partizipgruppen
- Checkliste für die Kommasetzung
- FAQs – Kommasetzung
Das sind die wichtigsten Kommaregeln
Es gibt sechs Kommaregeln, die besonders wichtig sind. Wenn Du diese beherrschst, sollte es bei diesem Teil der Interpunktion keine großen Probleme mehr geben. Somit kannst Du für verständliche Sätze sorgen, Deine Gedanken klar voneinander trennen oder durch Zusätze weitere Informationen liefern. Hier siehst Du, welche Aspekte der Kommasetzung Du auch für Deine Abschlussarbeit in jedem Fall beherrschen solltest:
- Kommasetzung bei einer Aufzählung
- Abgrenzung von Nachträgen und Einschüben
- Haupt- und Nebensätze voneinander trennen
- Kommas bei Infinitiven
- Regeln für Hervorhebungen
- Kommasetzung für Partizipgruppen
1. Kommas bei Aufzählungen
Die Kommasetzung ist bei allen Aufzählungen gleichrangiger Wortgruppen oder einzelner Wörter nötig. Auch im Falle einer Wortwiederholung wird diese abgegrenzt. Dadurch erreichst Du eine klare Struktur und kannst Missverständnisse vermeiden. Wörter gelten übrigens immer dann als gleichrangig, wenn sie unabhängig voneinander sind und man ihre Reihenfolge vertauschen könnte. Am Ende einer Aufzählung stehen häufig Konjunktionen wie „sowie“, „und“, „oder“. An diesen Stellen musst Du dann kein Komma setzen.
Beispiele:
- Ich muss heute Käse, Äpfel, Weintrauben, Brot sowie Joghurt kaufen.
- Er trug einen eleganten, ausgefallenen Anzug.
- Der Hund bellte, riss an der Leine und rannte dann los.
2. Kommasetzung bei Nachträgen und Einschüben
Wird ein Satzteil eingeschoben oder nachträglich angehängt, trennst Du ihn durch Kommas ab. Bei einem Einschub sind zwei dieser Satzzeichen nötig, während man für einen Nachtrag lediglich eines benötigt. Durch solche Anhänge lassen sich zusätzliche Informationen in einen Satz einbauen.
Beispiele:
- Die Professorin, schon seit 10 Jahren in der Lehre, hat viel Erfahrung.
- Er will die Welt erkunden, insbesondere Süd-Ost-Asien.
- Im Meer, strahlend blau und klar, schwamm eine Delfinschule.
3. Abgrenzung von Haupt- und Nebensätzen
Die Trennung von Haupt- und Nebensätzen bzw. zwei Hauptsätzen begegnet einem in der deutschen Kommasetzung besonders oft. Ähnlich wie bei den Nachträgen und Einschüben können entweder ein oder zwei Kommas nötig sein.
- Paula geht heute nicht in die Schule, weil sie krank ist. (Hauptsatz + Nebensatz)
- Der Bus kam zu spät, die Fahrgäste mussten warten. (Zwei Hauptsätze)
- Das Buch, das ich neu gekauft habe, gefällt mir sehr gut. (Eingeschobener Nebensatz)

4. Kommasetzung bei Infinitivgruppen
- Wenn Du ein Verb in seiner Grundform in Kombination mit „zu“ siehst, handelt es sich um eine Infinitivgruppe (z. B. zu schwimmen). Sobald nicht nur diese beiden Wörter beteiligt sind, spricht man von einer erweiterten Infinitivgruppe. Beim einfachen Infinitiv ist die Kommasetzung immer fakultativ. Befindet sie sich mitten im Satz, müsstest Du zwei Kommas setzen, ansonsten nur eines. Auch bei der erweiterten Infinitivgruppe ist manchmal kein zusätzliches Satzzeichen nötig. Hier siehst Du Beispiele für die beiden Situationen:
- Er hat vor(,) zu gehen. (Einfache Infinitivgruppe)
- Sie entschloss sich(,) die Präsentation frühzeitig vorzubereiten. (Erweiterte Infinitivgruppe)
Steht in Kombination mit der erweiterten Gruppe hingegen ein „um“, „als“, „ohne“, „außer“, „statt“ oder „anstatt“, ist die Kommasetzung verpflichtend. Wird mit einem Wort auf die Gruppe hingewiesen oder bezieht sie sich auf ein Substantiv, ist ebenfalls ein Komma nötig:
- Er verließ den Laden, ohne etwas zu kaufen.
- Ich muss daran denken, einen neuen Termin zu vereinbaren.
- Sie hatte die Idee, gemeinsam nach Prag zu fahren.
5. Hervorhebungen und ihre Kommaregeln
Wenn Du etwas in einem Satz besonders hervorheben möchtest, jemanden direkt ansprichst oder eine Interjektion (z. B. ach, wow, igitt) im Satz vorkommt, sind ebenfalls die Kommaregeln zu beachten.
Beispiele:
- Eren, weißt du, was gemeint ist? (Direkte Ansprache)
- Sie hat es, so muss man es sagen, auch nicht einfach. (Hervorhebung, die sich auf ein Adverb bezieht)
- Oh nein, warum passiert mir das immer? (Interjektion)
6. Kommas bei Partizipgruppen
Bei einer Partizipgruppe ist die Kommasetzung häufig freiwillig. Sie besteht dabei aus dem Partizip 1 (z. B. lächelnd) oder dem Partizip 2 (z. B. gelächelt) sowie weiteren Wörtern. Handelt es sich bei der Partizipgruppe um einen Zusatz, bezieht sie sich auf ein Nomen oder gibt es ein Signalwort, ist hingegen ein Komma nötig.
Beispiele:
- Wie bereits erwähnt(,) könnte das knapp werden.
- Der Hund begrüßte, mit dem Schwanz wedelnd, seine Besitzerin.
- In der Küche kochten sie, plaudernd und scherzend.
Checkliste für die Kommasetzung
Zu einem wissenschaftlichen Schreibstil gehört auch ein fehlerfreier Text. Daher siehst Du hier eine Checkliste zu besonders wichtigen Aspekten rund um die Kommaregeln:
- Satzteile, die durch Wörter wie „sondern“ oder „aber“ eingeleitet werden, hast Du getrennt. Denn sie leiten Gegensätze oder Widersprüche ein.
- Wenn ein Adjektiv das andere näher beschreibt, hast Du kein Komma gesetzt. Hierbei handelt es sich nämlich nicht um eine gleichrangige Aufzählung.
- Einschübe hast Du durch zwei Kommas vom restlichen Satz getrennt.
- Bei Infinitivgruppen hast Du auf Verweiswörter (z. B. es, darauf) und Signalwörter (z. B. um, statt, ohne) geachtet. Denn in diesen Fällen ist das Komma verpflichtend.
Nun sollte Dein Wissen über die Kommaregeln wieder aufgefrischt sein und die Kommasetzung Dir somit keine Schwierigkeiten mehr bereiten. Das wird Dir ebenfalls in Deiner Abschlussarbeit zugutekommen. Das gilt übrigens auch für die Plagiatsprüfung, auf die Du vor der Abgabe nicht verzichten solltest.
FAQs – Kommasetzung
1. Wann setzt man Kommas?
Das ist beispielsweise zwischen einem Haupt- und einem Nebensatz nötig. Doch auch bei Aufzählungen werden die einzelnen Elemente durch ein Komma voneinander getrennt. Die Universität Frankfurt hat dazu übrigens eine kompakte Übersicht erstellt.
Was gibt es alles für Kommaregeln?
Im Deutschen kennt man sechs Hauptregeln dazu. Sie besagen zum Beispiel, dass man Satzeinschübe vom restlichen Satz abtrennen muss. Auch bei bestimmten Konjunktionen ist ein Komma nötig. Dazu gehören etwa „sondern“, „aber“ oder „außerdem“. Zusätzlich zu diesen Regeln solltest Du auch auf die Richtlinien zur Formatierung achten.
Wann darf kein Komma gesetzt werden?
Das ist in der Regel dann der Fall, wenn Satzglieder durch „und“ sowie „oder“ verbunden sind. Auch bei verkürzten Vergleichen mit „wie“ oder „als“ ist kein Satzzeichen nötig. Neben diesen Regeln solltest Du in Deiner Abschlussarbeit auch die Rechtschreibung im Blick haben. Denn diese ist ebenso wichtig.
Wo kommt das Komma bei „sowohl als auch“ hin?
In den meisten Fällen setzt man zwischen „sowohl“ und „als auch“ keinen Strich. Dies ändert sich nur, wenn andere Satzglieder beteiligt sind, die eine Trennung verlangen. Dazu zählen etwa Einschübe.
Wie ist die Kommasetzung beim Infinitiv mit zu?
Das Interpunktionszeichen ist unter anderem dann nötig, wenn die Infinitivgruppe durch ein Signalwort (z. B. daran, darauf) angekündigt wird. Auch bei einem Einschub oder einer besonderen Betonung der Gruppe ist eine Abgrenzung notwendig.
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