So verwendest Du den Gedankenstrich in der Masterarbeit
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Mit dem Gedankenstrich kannst Du bestimmte Satzteile in einem Text hervorheben. Doch dieses Satzzeichen hat noch weitere Funktionen, auf die wir im Folgenden einmal genauer eingehen möchten. Dieses Wissen wird Dir auch in Deiner Abschlussarbeit zugutekommen. Doch wie sieht es mit anderen Aspekten der Rechtschreibung aus? Um diese kümmern wir uns im Lektorat der Masterarbeit!
- Gedankenstrich – Definition
- Gedankenstrich in der Masterarbeit verwenden – so geht’s
- Beachte diese Hinweise bei der Verwendung
- FAQs zum Gedankenstrich in der Masterarbeit
Gedankenstrich – Definition
Der Gedankenstrich ist ein Teil der Interpunktion im Deutschen. Man bezeichnet ihn manchmal auch als Halbgeviertstrich und nutzt ihn etwa anstelle von Kommata zur Abtrennung von Satzgliedern. Er sollte ganz klar vom Bindestrich abgegrenzt werden, da sie zwar ähnlich aussehen, aber Satzzeichen mit gänzlich anderer Funktion sind.
Gedankenstrich in der Masterarbeit verwenden – so geht’s
Der Gedankenstrich hat einige Funktionen, welche sich in mancher Hinsicht ähneln: Dieses Satzzeichen strukturiert, trennt oder hebt bestimmte Satzteile häufig hervor. Einige dieser Verwendungsmöglichkeiten findest Du auch bei der Universität Wien erklärt. Einen Überblick über alle Verwendungsmöglichkeiten findest Du jedoch hier:
- Unterbrechung direkter Rede:
Wenn in einem Roman oder einem anderen Schriftstück die wörtliche Rede einer Person unterbrochen wird, signalisiert man dies durch einen Gedankenstrich.
Beispiel: „Pass auf, sonst –“ - Wechsel der Sprechenden:
Man kann durch den Halbgeviertstrich auch signalisieren, dass ein Sprecherwechsel in einer Konversation stattgefunden hat. Das sieht dann so aus:
Beispiel: „Wann machst Du Dein Auslandssemester?“ – „Ich bin mir noch nicht ganz sicher.“ - Hervorhebung von Gegensätzen:
Möchte man einen Kontrast oder Gegensatz literarisch besonders hervorheben, geht das ebenfalls mithilfe dieses Satzzeichens:
Beispiel: „Ursprünglich wollte er sein Studium möglichst schnell beginnen – stattdessen machte er ein Auslandsjahr.“ - Satzzusätze:
Wenn Du bei Zusätzen einen Halbgeviertstrich verwendest, kannst Du einen besonderen Fokus auf dieses Satzglied legen. Dies bietet sich etwa bei überraschenden Wendungen an.
Beispiel: „Das Experiment war erfolgreich – damit hatte sie fast nicht mehr gerechnet.“ - Satzeinschübe:
Auch ein Satzeinschub ist möglich. Hierbei verwendest Du zwei Gedankenstriche.
Beispiel: „Der Wunsch – den er schon lange hatte – ließ sich endlich verwirklichen.“
- Bei Aufzählungen:
Wenn Du statt Aufzählungspunkten Striche verwenden möchtest, ist es auch hier Zeit für Halbgeviertstriche. - Geldbeträge:
Zudem kannst Du einen Gedankenstrich nutzen, wenn Du einen glatten Geldbetrag ohne Nullen darstellen möchtest.
Beispiel: 28,– - Von-bis-Angaben:
Bei Jahres- und Seitenzahlen musst Du in Deiner Masterarbeit ebenfalls den Halbgeviertstrich nutzen. In diesem Fall setzt Du jedoch kein Leerzeichen vor oder nach diesem Satzzeichen.
Beispiele: 2016–2018; S. 21–23

Beachte diese Hinweise bei der Verwendung
Wenn es um die korrekte Nutzung von Gedankenstrichen geht, können schnell Fehler auftreten. Hierauf solltest Du in Deiner Masterarbeit genauso achten wie auf alle anderen Aspekte der Rechtschreibung. Diese Hinweise helfen Dir dabei typische Fehler zu vermeiden:
- Bei einer Abschlussarbeit musst Du auf einen wissenschaftlichen Schreibstil achten. Daher sollte der Halbgeviertstrich nur eingesetzt werden, wenn er tatsächlich einen Mehrwert liefert oder nötig ist (z. B. bei Jahreszahlen).
- Vor und nach diesem Satzzeichen ist ein Leerzeichen nötig. Die einzigen Ausnahmen bilden Geldbeträge, Seiten- und Jahreszahlen.
- Nach einem Gedankenstrich schreibst Du klein weiter, außer es folgt ein Wort, welches regulär großgeschrieben werden muss.
Man nutzt den Halbgeviertstrich in Texten also häufig dazu, Satzglieder besonders zu betonen oder anzuhängen. Außerdem steht er zwischen Seitenzahlen und bei der Angabe von Zeiträumen. Achte bei diesem Satzzeichen unbedingt auf die korrekte Formatierung.
FAQs zum Gedankenstrich in der Masterarbeit
Was ist der Gedankenstrich?
Damit ist ein Satzzeichen gemeint, welches man unter anderem bei Einschüben innerhalb eines Satzes verwenden kann. Er ist dabei etwas länger als der Bindestrich.
Wann sollte man einen Gedankenstrich einsetzen?
Du kannst ihn beispielsweise dazu nutzen, Dinge in einem Satz einzuschieben oder sie hervorzuheben. Auch eine Verwendung bei der direkten Rede ist möglich, wenn ein Wechsel der Sprecher:innen erfolgt oder die direkte Rede plötzlich abgebrochen wird. In Deiner Masterarbeit kommt dieses Satzzeichen häufig vor, wenn Du bei der Zitation die zugehörigen Seitenzahlen angibst. Bei der Quellenangabe ist es übrigens besonders wichtig, dass Dir keine Fehler unterlaufen. Daher solltest Du vor der Abgabe eine Plagiatsprüfung durchführen lassen.
Sind Gedankenstriche wissenschaftlich?
Sie dürfen in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden. Bei Von-bis-Angaben musst Du sie sogar nutzen. Von dieser Anwendungsmöglichkeit abgesehen, solltest Du sie in Deiner Abschlussarbeit jedoch nur in Maßen nutzen.
Wie schreibt man den Gedankenstrich auf der Tastatur?
Bei macOS verwendest Du dafür die Tastenkombination [Option] + [-]. Für das Betriebssystem Windows benötigst Du hingegen folgende Tasten: [Alt] + [-].
Was ist der Unterschied zwischen Gedankenstrich und Bindestrich?
Sie haben unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Textes und zudem eine andere Länge. Der Bindestrich ist kürzer und wird statt zur Hervorhebung beispielsweise bei Zeilenumbrüchen genutzt. Dieses Satzzeichen begegnet Dir überdies bei zusammengesetzten Wörtern.
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