Auszeichnungen und Preise für die Masterarbeit
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Eine Masterarbeit muss nicht nur für den Prüfer und schon gar nicht für die Schublade geschrieben werden. Wer extra viel Mühe in ein herausragendes Ergebnis investiert hat, kann dafür nicht nur mit einer Bestnote belohnt werden. Sondern zudem mit einem der vielen Auszeichnungen und Förderungen, die die Welt der Wissenschaft zu bieten hat. Unter Umständen wird ein Preis für die Masterarbeit so nicht nur zum Geldsegen, sondern auch zum Türöffner für den Traumberuf. Wie und wo man sich die Preise angeln kann, und wer gute Chancen auf Erfolg hat, verrät die folgende Übersicht.
Wer kann Preise für die Masterarbeit bekommen?
Exzellenz wird in der Wissenschaft belohnt. Wer seine Masterarbeit nicht nur hinter sich gebracht, sondern Zeit und Mühe für eine Bestnote investiert hat, kann damit auftrumpfen. Entweder, indem er sein Werk clever vermarktet (siehe hierzu einen Artikel des Spiegel) oder, indem er damit an diversen Ausschreibungen teilnimmt. Das ist oft auch noch Jahre nach dem Abschluss möglich. Deutschlandweit kommen zahlreiche Förderungen und Auszeichnungen jenen Masterabsolventen zu, die mit ihrer Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur Wissenschaft leisten. Während Preisgelder einfach guttun, können Reputation und neue Kontakte den Weg in die berufliche Zukunft ebnen (vgl. Hofert 2014: 86).
Was man braucht
Um preisverdächtig zu sein, muss eine Masterarbeit natürlich einige Bedingungen erfüllen. Nicht jeder Absolvent, der knapp bei Kasse ist, kann sein Glück bei einer Ausschreibung versuchen. Wesentliches Must-have, um Preise für die Masterarbeit abzusahnen, ist die hervorragende Benotung durch den Betreuer der Universität oder Hochschule. Eine methodisch einwandfreie und ansprechend präsentierte Arbeit hat dabei in Sachen Bestnote gute Karten (vgl. Krengel 2012: 38).
Doch nicht nur darauf und gegebenenfalls ein Empfehlungsschreiben des Betreuers kommt es an. Auch Innovation und die Aktualität des Themas sind oft entscheidend. Je nachdem, wer die Förderung oder Auszeichnung vergibt, variiert hierbei der Fokus. So kann beispielsweise ein Unternehmen besonderen Wert auf Praxisnähe, einer Universität besonderen Wert auf Diskursivität legen. Eingereicht werden muss schließlich entweder ein Abstract, eine Zusammenfassung oder die gesamte Masterarbeit – zuweilen auch in englischer Sprache. Unternehmen wie McKinsey erwarten von Bewerbern zudem eine gelungene Präsentation und Verteidigung ihrer Arbeit (siehe hierzu die Ausschreibung für die Sheth Foundation Doctoral Dissertation Award).
Was man bekommt
Der Gewinn, der mit Auszeichnungen und Preisen für die Masterarbeit einhergeht, ist divers. Zunächst einmal wird die Arbeit in den allermeisten Fällen publiziert. Dabei ist allein die Anerkennung der eigenen Leistung durch ein breiteres Publikum eine wohltuende Belohnung. Und auch auf dem Lebenslauf macht sich eine Auszeichnung bestens. Zudem sind Preise berufliche Türöffner. Nützliche Kontakte, die im Rahmen der Verleihung, aber auch infolge der Veröffentlichung geknüpft werden können, sind nicht selten unersetzlich (Ascheron 2006: 105). Dass außerdem meist Preisgelder zwischen 150 und 2500 Euro vergeben werden, macht eine Bewerbung besonders attraktiv.
Wer vergibt Preise für die Masterarbeit?
Förderungen und Auszeichnungen für Leistungen in der Wissenschaft gibt es wie Sand am Meer. Ein großer Teil von ihnen ist speziell dem akademischen Nachwuchs vorbehalten und wird unter anderem für herausragende Abschlussarbeiten vergeben. Welche Preise für Masterarbeiten es gibt, kann man herausfinden, indem man seinen Prüfer fragt. Oder aber man durchforstet das Internet. Förderungen und Auszeichnungen sind im World Wide Web verzeichnet, fast alle Förderer und Auszeichner haben eine Onlinepräsenz. Wer seine Studienrichtung zusammen mit den Worten „Masterarbeit“ sowie „Preis“, „Auszeichnung“ oder „Stipendium“ eingibt, wird schnell fündig. Doch es geht auch noch einfacher. So versenden Institute einiger Universitäten und Hochschulen Newsletter, dank denen aktuelle Ausschreibungen direkt im eigenen Emailpostfach landen. Zudem gibt es im Netz verfügbare Übersichten, die Ausschreibungen zusammenfassen (siehe hierzu zum Beispiel die Übersicht des Karriereportals für Wissenschaft & Forschung von Die Zeit oder das Preise- und Stipendienportal der Ruhr-Universität Bochum).
Universitäten und Hochschulen
Preise für die Magisterarbeit werden oft von Universitäten und Hochschulen vergeben (siehe hierzu die Ausschreibungen der Fachhochschule Potsdam, der Universität Tübingen oder der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz). Während andere Auszeichnungen unabhängig von der Ausbildungsstätte vergeben werden, erfolgt die Vergabe hier allerdings meist uni- bzw. hochschulintern.
Unternehmen, Verbände, Vereine und Gesellschaften
Auch Unternehmen und Vereine, denen wissenschaftlicher Fortschritt zugute kommt oder die diesen fördern wollen, vergeben Preise für Abschlussarbeiten (siehe hierzu die Ausschreibungen zum Karriere-Preis der DZ Bank Gruppe, den Ludwig-Wilhelm-Ries-Preis des Vereins Deutscher Ingenieure oder den Goldmedia-Preis für innovative Abschlussarbeiten im Bereich Medienwirtschaft. Gerade sie investieren häufig besonders hohe Preisgelder, um hervorragende Masterarbeiten auszuzeichnen.
Staatliche Instanzen
Die Wissenschaft ist ein Staatsgut. Deswegen schreiben auch Bund und Länder sowie öffentlich-rechtliche Einrichtungen Preise aus (siehe hierzu beispielweise die Ausschreibungen für den ARD/ZDF Förderpreis, die Gerhard-Fürst-Preise des Statistischen Bundesamtes oder die Preise für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen von Studentinnen der Ingenieurwissenschaften des Bayerisches Staatsministerium für Kultus, Wissenschaft und Kunst. Wem es gelingt, einen solchen Preis abzustauben, der muss mit seinem Curriculum Vitae zukünftig sicher keine Klinken putzen.
Oft sind der Lohn für eine gelungene Masterarbeit eine sehr gute Note und das anerkennende Nicken des Prüfers. Natürlich will man sich nicht beklagen, aber – geht da nicht noch mehr? Die Antwort lautet: Doch. Universitäten und Unternehmen, aber auch der deutsche Staat selbst vergeben alljährlich zahlreiche Preise für die Masterarbeiten besonders talentierter und erfinderischer Absolventen. Wer eine Bewerbung einreicht, kann nicht nur mit Ruhm, Geld und Ehre, sondern auch mit einem schnelleren Start ins Berufsleben rechnen.
Literatur
Ascheron, Claus (2006): Die Kunst des wissenschaftlichen Präsentierens und Publizierens: Ein Praxisleitfaden für junge Wissenschaftler, Wiesbaden.
Hofert, Svenja (2014): Karriere mit System: Die 7 besten Strategien für Ihren Erfolg, Frankfurt am Main.
Krengel, Martin (2012): Bestnote. Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren, Easybookz.
Weiterführende Literatur:
Theisen, Manuel-René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten: Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit, 16. Aufl., München.
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