Was versteht man unter Nominalisierung?
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Man kann manche Wortarten in Substantive umwandeln, das bezeichnet man dann als Nominalisierung. Sie wird beispielsweise dazu verwendet, Informationen zu komprimieren. Dies kann auch für Deine Abschlussarbeit nützlich sein. Dasselbe gilt für ein Lektorat der Masterarbeit, in welchem Dein Stil und Deine Grammatik geprüft werden.
- Was ist eine Nominalisierung?
- Wie bildet man eine Nominalisierung?
- Beispiele für die Nominalisierung
- Nominalstil in wissenschaftlichen Arbeiten
- FAQs zur Nominalisierung
Was ist eine Nominalisierung?
Mit der Nominalisierung ist die Umwandlung von Verben, Adjektiven und anderen Wortarten in Substantive gemeint. Daher bezeichnet man diesen Prozess auch als Substantivierung. Er findet immer dann Anwendung, wenn Du Zustände, Eigenschaften oder Handlungen verallgemeinern möchtest. Auf diese Weise kannst Du etwa die Tätigkeit von der handelnden Person abstrahieren. Insbesondere bei einem wissenschaftlichen Schreibstil ermöglicht die Substantivierung zudem eine formellere und präzisere Beschreibung von Handlungen. Zur besseren Visualisierung siehst Du hier ein Beispiel:
Beispiel:
Nachdem der Versuch durchgeführt wurde … (ohne Substantivierung)
Nach der Durchführung des Versuchs … (mit Substantivierung)
Wie bildet man eine Nominalisierung?
Das genaue Vorgehen bei der Nominalisierung ist immer abhängig davon, welche Wortart Du substantivieren möchtest. Es ist beispielsweise möglich, Wörter durch das Anfügen einer Endung oder das Voranstellen eines Artikels zu nominalisieren. Doch keine Sorge, wir gehen im Einzelnen darauf ein, damit keine Fragen mehr offenbleiben:
Bei Adjektiven
Für die Nominalisierung von Adjektiven hast Du mehrere Möglichkeiten. Besonders häufig findet die Bildung mithilfe eines bestimmten oder unbestimmten Artikels statt. Doch auch durch ein vorangestelltes Zahlwort oder ein Pronomen wird aus dem Adjektiv ein Nomen. Wir haben einige Beispiele dazu für Dich:
- Das Große und Ganze
- Sie hat ihr Bestes gegeben
- Er hatte wenig Negatives zu sagen.
Substantivierung von Verben
Auch Verben lassen sich substantivieren. Dazu kannst Du eine Vorsilbe oder eine Endung anhängen. Der Infinitiv eines Verbs kann ebenfalls zum Nominalisieren genutzt werden. Du musst hierzu den Infinitiv lediglich großschreiben und den Artikel „das“ davor setzen. Bei der vierten Variante bildet das Partizip Perfekt den Ausgangspunkt. Dieses Partizip bildest Du durch das Präfix Ge-, den Verbstamm sowie die Suffixe -en oder –(e)t. Im Folgenden gibt es einige Beispiele dazu:
- Das Gerede (Vorsilbe)
- Die Entstehung (Endung)
- Das Schreiben (Infinitiv)
Weitere Wortarten
Es gibt einige weitere Wortarten, die für eine Substantivierung ebenfalls infrage kommen. Dies gilt für Zahlwörter (das Dritte), Adverbien (das Jetzt und Hier), Präpositionen (das Dazwischen) sowie Pronomen (das Ihre).

Beispiele für die Nominalisierung
Um ein noch besseres Gefühl für die Substantivierung zu bekommen, eignen sich konkrete Beispielsätze. Wenn Du Schwierigkeiten beim Erkennen von Substantivierungen hast, kann zudem ein Blick auf die Signalwörter helfen. Denn in einigen Fällen treten gemeinsam mit den nominalisierten Wörtern verschiedene Begleiter auf. Bei diesen kann es sich unter anderem um Pronomen (dein, sein), Artikel, Präpositionen (zum, beim) oder Wörter handeln, die Mengen angeben (nichts, viel). Hier sind einige Beispiele inklusive Signalwörter:
- Das Formulieren der Forschungsfrage ist essenziell für den Erfolg der Studie.
- Ihre Vermutung konnte nach eingehender Untersuchung bestätigt werden.
- Die Untersuchungen von XY trugen maßgeblich zum Verständnis der Thematik bei.
Nominalstil in wissenschaftlichen Arbeiten
Vom Nominalstil spricht man, wenn in einem Text besonders viele Nominalisierungen vorkommen. Er wird in Abschlussarbeiten häufig verwendet, um Informationen besser auf den Punkt zu bringen und formaler zu formulieren. Wie auch die Universität Leipzig betont, kann eine vermehrte Substantivierung jedoch auch die Lesefreundlichkeit einschränken. Dieser Schreibstil hat also sowohl Vor- als auch Nachteile und sollte in Deinem Text daher nicht übermäßig verwendet werden. Anders sieht es übrigens bei Füllwörtern oder anderen Bestandteilen der Umgangssprache aus. Denn solche Wörter solltest Du generell aus Deinen wissenschaftlichen Texten verbannen.
Nun ist es bestimmt kein Problem mehr für Dich, Substantivierungen zu erkennen oder zu bilden. Richtig eingesetzt, können sie Dir dabei helfen, Vorgänge präzise und formaler zu beschreiben. Für eine gelungene Abschlussarbeit kommt es jedoch nicht nur auf einen angemessenen Schreibstil an. Schließlich muss auch die Formatierung alle Anforderungen erfüllen.
FAQs zur Nominalisierung
Wie funktioniert die Nominalisierung?
Bei der Substantivierung erfolgt eine Umwandlung von einem Verb, einem Adjektiv oder einer anderen Wortart zu einem Nomen. Wie genau dies geschieht, kommt auf die jeweilige Wortart an. Häufig setzt man jedoch einen bestimmten oder unbestimmten Artikel oder eine Präposition vor das Wort, das man substantivieren möchte.
Was sind Signalwörter bei der Nominalisierung?
Zu den Signalwörtern gehören etwa Numerale, Präpositionen oder Artikel. Genauso wie die Substantivierung findet übrigens auch der Konjunktiv häufig Anwendung in der Abschlussarbeit.
Wann wird nominalisiert?
Diese Art zu formulieren, begegnet Dir beispielsweise in wissenschaftlichen Texten. Auch in der Verwaltung nutzt man ihn häufig, um Informationen präzise und komprimiert zu übermitteln. Achte hierbei unbedingt auf die korrekte Rechtschreibung, denn die nominalisierten Wörter müssen großgeschrieben werden.
Was ist der Nominalstil?
Hierunter versteht man einen Schreibstil, bei dem Abläufe und Tätigkeiten vermehrt über Nomen ausgedrückt werden. Dazu wandelt man Verben, Adjektive sowie andere Wortarten in Nomen um. Man verwendet ihn etwa in der Abschlussarbeit, sollte ihn hier aber in Maßen nutzen. In Bezug auf die Abschlussarbeit ist außerdem die Plagiatsprüfung von großer Bedeutung.
Was sind Beispiele für eine Nominalisierung?
Hier siehst Du ein paar Beispiele für unterschiedliche Wortarten:
- Das Sitzen ist ungesund. (Verb)
- Das einzig Gute an der Situation war … (Adjektiv)
- Das Danach war unbekannt. (Präposition)
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