So formulierst Du statistische Ergebnisse in Deiner Masterarbeit
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Die statistischen Ergebnisse für die Masterarbeit zu formulieren, stellt für viele eine besondere Hürde dar. Häufig ist man von der Fülle an aufgenommenen Daten überwältigt und weiß zunächst nicht damit umzugehen. Eine korrekte statistische Auswertung ist jedoch von zentraler Bedeutung in einer Abschlussarbeit. Schließlich bietet sie die Grundlage zur Prüfung von Hypothesen und hilft dabei, Trends zu erkennen. Neben der Beurteilung Deiner Daten sollte es auch sprachlich nichts auszusetzen geben. Daher prüfen wir Deinen Text im Lektorat der Masterarbeit noch einmal ganz genau.
- Übersicht der wichtigsten statistischen Begriffe
- Welche Arten von statistischen Ergebnissen gibt es bei der Masterarbeit?
- Formulierungsbeispiele für Deine statistischen Ergebnisse
- Vermeide diese 5 Fehler bei der Auswertung
- FAQs zur Formulierung statistischer Ergebnisse in der Masterarbeit
Übersicht der wichtigsten statistischen Begriffe
Um Deine statistischen Ergebnisse darstellen und diskutieren zu können, müssen zunächst die wichtigsten Grundbegriffe geklärt sein. Einige davon findest Du beispielsweise bei der Universität Klagenfurt. Für einen besseren Überblick haben wir Dir im Folgenden jedoch die entscheidenden Fachbegriffe aufgelistet:
- Stichprobe:
Bei einer Stichprobe handelt es sich um eine Teilmenge einer Population, die untersucht wird. Das verwendete Symbol für diese Menge ist „n“. - Median:
Als Median (m) einer Stichprobe bezeichnet man den Wert, der genau in der Mitte dieser geordneten Daten liegt. - Mittelwert:
Mit dem Mittelwert ist der Durchschnitt einer Datenreihe gemeint. Als Symbol verwendest Du entweder „M“ oder „x̄“. Berechnet wird er, indem Du die Summe Deiner Daten durch die Anzahl an Daten teilst. - p-Wert:
Der p-Wert ist ein Maß für Signifikanz und kann zwischen 0 sowie 1 liegen. Er gibt Dir Auskunft darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Ereignis zufällig aufgetreten ist und somit die Nullhypothese stimmt. Als Grenze gilt oft „p = 0,05“. Liegt der berechnete p-Wert unter dieser Grenze, gelten die Ergebnisse als signifikant und man kann die Nullhypothese ablehnen. - Standardabweichung:
Die Standardabweichung gibt an, wie weit die Werte eines Datensatzes durchschnittlich vom Mittelwert entfernt sind bzw. wie groß die Streuung ist. Als Symbol nutzt man SD oder σ.
Welche Arten von statistischen Ergebnissen gibt es bei der Masterarbeit?
Deine statistischen Ergebnisse zu formulieren, ist besonders bei der quantitativen Forschung relevant. In Deiner Masterarbeit musst Du dann unter anderem Auskunft über die für die Auswertung verwendeten statistischen Methoden, das Signifikanzniveau sowie die Größe und Art der Stichprobe geben. Deine statistische Auswertung kann aus folgenden Aspekten bestehen:
Deskriptive Statistik
Hierunter versteht man die Beschreibung der grundlegenden Merkmale Deiner Daten. Du kannst auf Werte wie die Mittelwerte, die Standardabweichung oder die Spannweite eingehen. Sie hilft dabei, einen Überblick über die Ergebnisse zu erhalten.
Induktive Statistik
Um Hypothesen statistisch überprüfen zu können, nutzt man hingegen Tests wie den t-Test, die ANOVA oder Chi-Quadrat-Tests. Sie lassen Rückschlüsse darüber zu, ob Deine Ergebnisse signifikant und somit nicht zufällig entstanden sind.
Effektstärke
Hast Du durch einen statistischen Test eine Signifikanz feststellen können, kannst Du die Stärke dieses Effekts weiter untersuchen. Dazu nutzt Du etwa Cohens d.
Grafische Darstellung
Wenn Du Dich dazu entschieden hast, eine Umfrage zu erstellen oder eine andere Art von quantitativer Forschung betrieben hast, kannst Du die Ergebnisse beispielsweise durch Boxplots veranschaulichen.

Formulierungsbeispiele für Deine statistischen Ergebnisse
Um eine empirische Arbeit schreiben zu können, ist Präzision gefragt. Das gilt insbesondere, wenn Du Deine statistischen Ergebnisse formulierst und sie letztlich diskutierst. Als Unterstützung haben wir Dir daher einige Formulierungshilfen zusammengestellt:
- 23 % der Befragten gaben an, regelmäßig zu rauchen, während 77 % Nichtraucher:innen waren.
- Die Standardabweichung lag bei X, was eine geringe Streuung um den Mittelwert von Y zeigt.
- Die durchschnittliche Punktzahl von Gruppe A (M = 78,2, SD = 4,5) und Gruppe B (M = 72,3, SD = 5,1) unterschied sich signifikant voneinander (t (40) = −5,74, p < 0,05).
- Ein Chi-Quadrat-Test ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und der Wahl des Studienfachs (χ²(1) = 6,45, p < 0,05).
Vermeide diese 5 Fehler bei der Auswertung
Bei der Formulierung der statistischen Ergebnisse gibt es einige Fehler, die Du in Deiner Masterarbeit besser vermeiden solltest. Achte beispielsweise darauf, beim Schreiben konsequent einen Standard (z. B. APA) zu verwenden. Einige weitere solcher Fehler siehst Du hier:
1. Ergebnisse interpretieren: Es ist wichtig, Deine Daten nicht nur darzustellen, sondern sie auch zu interpretieren. Dies solltest Du jedoch erst im Diskussionsteil tun. Im Ergebnisteil stellst Du Deine Daten hingegen lediglich dar.
2. Angabe der statistischen Tests: Lass die Lesenden wissen, welche statistischen Tests Du durchgeführt hast. Auch der Grund für Deine Entscheidung sollte aus Deinem Text hervorgehen.
3. Nennung der Stichprobengröße: Es ist wichtig, dass Du stets die jeweilige Stichprobengröße angibst. Nur so lässt sich die Aussagekraft Deiner Ergebnisse beurteilen.
4. Bereitstellen der Daten: Es ist nicht nötig, alle von Dir erstellten Tabellen oder Grafiken in den Hauptteil Deiner Arbeit zu integrieren. Wähle die Angaben, die für Deine Interpretation am relevantesten sind und führe alles Weitere im Anhang auf.
5. Signifikanzniveaus: Du solltest immer notieren, für welches Signifikanzniveau (α) Du Dich entschieden hast. Besonders häufig sind „p < 0,05“ und „p < 0,01“.
Die Formulierung der statistischen Ergebnisse ist die Grundlage für Deine spätere Diskussion sowie die Beantwortung Deiner Forschungsfrage. Die Auswertung stellt viele Studierende jedoch zunächst vor eine Herausforderung. Wir hoffen, dass unsere Hinweise Dir weiterhelfen konnten. Bist Du endlich am Ende des Schreibprozesses angekommen, sind wir übrigens erneut für Dich da. Denn wir übernehmen die Plagiatsprüfung Deiner Arbeit.
FAQs zur Formulierung statistischer Ergebnisse in der Masterarbeit
Wie berichte ich statistische Ergebnisse?
Dazu kannst Du im ersten Schritt die deskriptive Statistik nutzen. Hier gehst Du etwa auf die Mittelwerte und die Standardabweichung ein. Anschließend kannst Du Hypothesentests (Inferenzstatistik) durchführen und die Effektstärken bestimmen. Auch eine grafische Darstellung in Form von Streudiagrammen oder Balkendiagrammen ist zielführend.
Was ist ein Beispiel für deskriptive Statistik?
Im Rahmen der deskriptiven Statistik kannst Du etwa auf die Mittelwerte, die Streuung oder die Standardabweichung eingehen.
Wie kann man über nicht signifikante Ergebnisse berichten?
Wenn Deine Ergebnisse nicht signifikant sind, ist das kein Grund zur Panik. Du solltest dennoch über sie berichten. Denn selbst ohne den erwarteten Effekt können sie wichtige Informationen enthalten. Reflektiere daher, was die Gründe für die fehlende Signifikanz sein könnten.
Was ist eine statistische Auswertung?
Hierbei nutzt Du statistische Tests, um aufgenommene Daten zu analysieren. Auf diese Weise versucht man, Zusammenhänge, Muster oder Unterschiede zu erkennen und daraus fundierte Schlussfolgerungen zu ziehen.
Wie viele Nachkommastellen bei APA?
Nach dem APA-Standard werden zwei Nachkommastellen empfohlen. Eine Ausnahme bilden p-Werte, denn diese können auch mit drei Stellen nach dem Komma angegeben werden. Du solltest in Deiner Arbeit auf diese und weitere Standards zur Formatierung achten.
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